Chinesen sind klein und haben Schlitzaugen

Foto chinesische AugenDer kleine, flinke und fleißige Chinese, mit gelber Haut und Schlitzaugen. Das ist für viele Menschen im Westen weiterhin ein übliches China-Bild. Aber sind die Chinesen wirklich alle so klein und haben Schlitzaugen?

Man kann mit Sicherheit sagen, dass bestimmt nicht alle Chinesen klein sind, denn der größte Mensch der Welt, mit über 240 cm Körpergröße, ist eine Frau aus der chinesischen Provinz Anhui, die allerdings an einer krankhaften Wachstumsstörung leidet, und deshalb extrem groß geworden ist.

Jedoch auch von solchen Ausnahmen abgesehen, sind die Menschen in China gar nicht klein. Ähnlich wie auch in Europa oder Amerika, ist die durchschnittliche Körpergröße in China regional sehr unterschiedlich. In Europa ist ein Spanier oder Süd-Italiener im Durschnitt kleiner ist als ein Schwede oder Pole. In China verhält es sich ganz ähnlich. Ein Nordchinese, etwa aus Peking oder Tianjin, ist in der Regel deutlich größer als ein Südchinese aus Xiamen oder Guangzhou.

Dabei ist ein Nordchinese durchaus nicht klein, und es ist gar nicht ungewöhnlich auch in China Menschen mit 1,80 m oder 1,90 m Körpergröße zu sehen. Und, genauso wie in Europa, werden auch in China die Menschen im Durchschnitt immer größer. Kinder, vor allem in den Städten der wohlhabenden Küstenregionen, werden oft größer als ihre Eltern.

Ebenso verhält es sich mit den Augen, die zwar beinahe immer eine typisch asiatische Form haben, aber nur selten wirkliche "Schlitzaugen" sind, also nur scheinbar wenig geöffnet. Die chinesischen Augenhöhlen liegen in der Regel weniger tief zurück als die Augen des durchschnittlichen Westlers. Die Augen wirken dadurch oft etwas kleiner, jedoch eher rund, und nicht als "Schlitz".

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