Chinesen sind wie Ameisen und arbeiten die ganze Zeit für wenig Geld

Natürlich gibt es sehr fleißige Chinesen. Aber genauso gibt es auch in China sehr faule Menschen, wie wohl überall auf der Welt. Wobei es natürlich, was die Arbeitsmoral betrifft, nicht nur von Mensch zu Mensch, sondern auch von Unternehmen zu Unternehmen unterschiede gibt. Außerdem von Stadt zu Land, wobei die Menschen auf dem Land in China in der Regel eine niedrigere Bildung haben, was sich auch in bestimmten Verhaltensweisen zeigt, wie der Sauberkeit oder der Zuverlässigkeit.

Beinahe überall in China jedoch ist der Mittagsschlaf verbreitet. Jedoch, Chinesen machen ihren Mittagsschlaf oft dort, wo sie sich gerade aufhalten. Da liegen dann Menschen auf ihren Transport-Fahrrädern, auf dem Sattel sitzend und mit den Füßen auf dem Lenkrad. Im Büro liegen zahlreiche Personen mit dem Kopf auf dem Schreibtisch. Oder der Arbeiter liegt neben seiner Baustelle auf seinem Transportwagen und ruht sich aus. "Die ganze Zeit" arbeiten die Menschen in China also offenbar nicht, sondern sie verstehen es auch, es sich gut gehen zu lassen und sich zu erholen.

Und dann ist da natürlich noch die Arbeitsmoral. Und auch hier ist das Bild vom hundert Prozent fleißgen Chinesen ein falsches, denn auch hier ist natürlich jeder einzelne Mensch, und damit auch jeder Chinese, unterschiedlich. Die einen arbeiten fleißig und mit Eifer, die anderen nur dann, wenn der Chef hinter ihnen steht.

Viele Menschen in China haben außerdem eine geringere Schulbildung im Vergleich zu Europa, und auch die Ausbildung und das Fachwissen sind oft weniger geschult, da es kein konsequentes Ausbildungssystem gibt — gerade auf dem Land. Daher ist die Effizienz eines chinesischen Mitarbeiters im Durchschnitt wesentlich geringer, so dass dieser oft viel mehr arbeiten muss, um das gleiche Ergebnis zu erreichen. Dies spiegelt sich auch in den Löhnen und Gehältern wieder.

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