Chinesisch ist einfach!

Zunächst werfen wir einen Blick auf die positiven — weil einfach zu lernenden — Bereiche der chinesischen Sprache. Da ist zunächst einmal die Grammatik. Die chinesische Sprache kennt nämlich fast keine Grammatik, die man lernen müsste. Es gibt weder Zukunftsformen noch Vergangenheitsformen. Verben werden also nie verändert, nur weil eine Handlung in der Vergangenheit oder Zukunft stattfindet.

Zeitformen der Chinesischen Sprache

Zeitformen im Chinesischen werden wahlweise durch das Anhängen von sogenannten Partikeln gebildet oder dadurch, dann man einfach sagt, wann die Handlung stattgefunden hat oder stattfinden wird. Also "gestern", "übermorgen", und so weiter.

Die Partikel sind Wörter der chinesischen Sprache, die es in westlichen Sprachen im Grunde gar nicht gibt. Denn in westlichen Sprachen wird ja normalerweise gleich das gesamte Verb verändern, um die Zeitform auszudrücken, oder es werden Hilfsverben benutzt. Im Gegensatz dazu wird in der chinesischen Sprache, zum Beispiel, durch einfaches Anhängen des Partikels "le" eine abgeschlossene Vergangenheit ausgedrückt.

Chinesische Grammatik

Es kommt aber noch besser! Verben werden nämlich überhaupt nicht verändert. Sie müssen also auch nicht konjugiert werden, wie zum Beispiel im Deutschen bei "Ich gehe", "du gehst", "er geht", und so weiter. Auf Chinesisch sagt man einfach die Person (ich, du er, sie, usw.) und dann das Verb "gehen" (auf Chinesisch "qu", ausgesprochen ähnlich wie tschü).

Das aus dem Deutschen, Russischen oder Lateinischen bekannte Deklinieren (zum Beispiel "der Mann", "dem Manne", "den Mann", "des Mannes") existiert ebenso nicht. Genauso wie Verben, werden auch Hauptwörter in der chinesischen Sprache nie verändert, sondern bleiben praktisch immer in ihrer Grundform erhalten.

Plural auf Chinesisch

Die Mehrzahl (Plural) in der chinesischen Sprache wird ebenso einfach gebildet. Bei fast alles Dingen wird lediglich die Anzahl angegeben, während das Hauptwort nicht verändert wird. Statt wie im Deutschen zu sagen "eine Kuh" und "zwei Kühe", sagt man auf Chinesisch einfach "eine Kuh" und "zwei Kuh" oder auch "viele Kuh".

Bei Menschen und Gruppen von Menschen hängt man hingegen einfach die Silbe "men" an das Grundwort an, um den Plural zu bilden. Auch hier gilt, dass das Grundwort nicht verändert wird.

Das gilt sogar für die Personalpronomen. So wird aus "wo" (dem Wort für "Ich") durch Anhängen das Wort "women", und das bedeutet "wir". Aus dem Wort für "Du" ("ni") wird durch Anhängen das Wort nimen, was auf Deutsch "ihr" bedeutet. Das chinesische Wort "ta" bedeutet "er", "sie" oder "es". Und daher bedeutet tamen natürlich "sie" (plural). Statt also "Ich" und "wir", "du" und "ihr" oder "er/sie/es" und "sie", sagt man auch Chinesisch einfach "wo" und "women", "ni" und "nimen" oder "ta" und "tamen".

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