Gansu: Wirtschaft

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Gansu ist eine ländlich geprägte Provinz Chinas, in der 73% der Bevölkerung außerhalb der Städte leben. Die Landwirtschaft stellt in Gansu einen wichtigen Wirtschaftszweig dar. In Gansu werden unter anderem Baumwolle, Flachs, Hirse, Mais, Melonen und Weizen angebaut und teilweise in andere Provinzen von China exportiert. Gansu hat die fünftgrößten Gras- und Weiseflächen Chinas, mit Produktion von Schweinen, Schafen, Rindern und Pferden.

Neben der Landwirtschaft hat Gansu außerdem umfangeiche Vorkommen verschiedener Rohstoffe. In Gansu werden unter anderem Antimon, Blei, Chrom, Eisenerz, Fluorite, Gips, Iridium, Kalksteine, Kobalt, Kohle, Kupfer, Natriumsulfat (Glaubersalz), Nickel, Platin, Quecksilber, Rohöl, Wolfram und Zink abgebaut und an Abnehmer in ganz China geliefert oder sogar nach außerhalb Chinas exportiert. Wichtige Erdölfelder befinden sich um Yumen und Changqing. Gansu hat außerdem einige petrochemische Anlangen und stellt Maschinen zur Erdölförderung her.

Die geschätzten Kohle-Reserven in Gansu belaufen sich auf knapp unter 9 Milliarden Tonnen. Die bisher bekannten Ölvorkommen werden auf rund 700 Millionen Tonnen geschätzt.

Ein weiterer Wirtschaftszweig Gansus ist die Elektrizitätsproduktion. Der Fluss Huang He (Gelber Fluss) durchfließt die Provinz Gansu. Gansu produziert jährlich rund 17 Gigawatt Strom aus aktuell 29 Wasserkraftwerken.

Bezogen auf das Brutoinlandsprodukt je Einwohner ist Gansu eine der ärmsten Provinzen Chinas. Im Durchschnitt erwirtschaftete jeder der etwa 26 Millionen Einwohner von Gansu im Jahre 2003 den Gegenwert von rund € 500 (5010 RMB). Die Wirtschaftsleistung der Provinz lag damit im Jahre 2003 bei rund € 13 Milliarden (130 Milliarden RMB).

Präsentation der Provinz Gansu (in Englisch)