Weitere Marktöffnung des chinesischen Bankensektors
Im Zuge der Marktöffnung des Bankensektors als Folge des Beitritts der Volksrepublik China zur Welthandelsorganisation (WTO), wurde erstmal zwei ausländischen Instituten die Emission von Renminbi-basierten Wertpapieren auf dem chinesischen Markt gestattet.
Die International Financial Corporation (IFC) erhielt die Erlaubnis einer Wertpapieremission über 1,13 Milliarden Renminbi auf dem bankeninternen Markt. Die Konzession zu einer Wertpapieremission in Höhe von 1 Milliarde Renminbi erhielt die Asiatische Entwicklungsbank, wie die chinesische Zentralbank am Sonntag mitteilte.
Seit dem Beitritt Chinas zur WTO wurden bereits zahlreiche Anstrengungen unternommen, um den nationalen Bankensektor zu öffnen und international wettbewerbfähiger zu machen. Ausländische Banken sind in China bisher vor allem in den größeren Wirtschaftsmetropolen mit insgesamt nur 225 Geschäftsstellen und Niederlassungen vertreten.
Das Gesamtvermögen ausländischer Banken in China beläuft sich auf rund 80 Milliarden US-Dollar, wovon 16,5 Milliarden US-Dollar auf Beteiligungen an chinesischen Banken entfällt. Erst vergangene Woche war die Union Bank of Switzerland (UBS) mit einer Kapitalbeteiligung von 500 Millionen US-Dollar bei der chinesischen Bank of China (BOC) eingestiegen.
Die Marktbeteiligung ausländischer Banken in China hat in den vergangenen Jahren jedoch stark zugenommen, und es steht zu erwarten, dass dieser Trend auch in Zukunft anhält. So erreichen ausländische banken in China auf dem Markt der Devisenkredite bereits heute einen Marktanteil von rund 20 Prozent.
Vom 10.10.2005 - 20:04 Uhr
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