Chinesisches Raumschiff Shenzhou VI zu fünftägiger Mission gestartet
Mit dem Start einer Rakete vom Typ "Langer Marsch" hat China heute die zweite Phase seines Raumfahrtprojekts eingeläutet. Zwei Taikonauten, Fei Junlong (40) und Nie Haisheng (41), starteten vom chinesischen Weltraumbahnhof Jiuquan zu einer fünftägigen Reise ins All.
Vor rund 2 Jahren war der Taikonaut Yang Liwei als erster Chinese im Weltall, nach einem Flug von rund 21 Stunden, sicher auf die Erde zurückgekehrt. Mittelfristig plant China neben der Errichtung einer kleinen Raumstation auch den Flug einer unbemannten Sonde zum Mond, um damit endgültig seinen Platz unter der raumfahrenden Nationen einzunehmen.
Das aktuelle Raumschiff Shenzhou VI wiegt rund acht Tonnen und ist mit vier Triebwerken ausgestattet. Es ist eine Weiterentwicklung des russischen Sojus-Modells und im Konzept dem Constellation-Projekt ähnlich, das die Nasa als Shuttle-Nachfolger geplant hat.
Neben wissenschaftlichen Gründen geht es dem Land vor allem um das Prestige im Ausland und die von der Raumfahrt ausgehende Wirkung auf die eigene Bevölkerung. Die chinesische Raumfahrt ist für viele Chinesen ein Symbol, dass das Land den Sprung vom rückständigen Agrarstaat, hin zu einer technologisch fortschrittlichen Nation geschafft hat.
Vom 12.10.2005 - 15:04 Uhr
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