Mandarin

Mandarin ist der Name einer Nordchinesischen Sprache, die heute als Standard-Chinesisch gilt und überall in der Volksrepublik China und Taiwan, sowie in Singapur und Malaysien als Chinesisch unterrichtet wird. Mandarin erfüllt damit eine ähnliche Funktion wie das Hochdeutsch in Deutschland, oder die englische Sprache in der westlichen Welt. Mandarin ist die Lingua Franca der chinesischen Welt.

Denn in China wird zwar beinahe überall auf gleiche Weise geschrieben, jedoch ist die Aussprache der chinesischen Schriftzeichen von Region zu Region unterschiedlich. Über 50 verschiedene Nationalitäten leben in China, aber fast alle sprechen sie unterschiedliche chinesische Sprachen.

In den Sprachwissenschaften sind mit dem Wort Mandarin eine ganze Gruppe von nordchinesischen Dialekten gemeint. Die Sprache Mandarin wird wissenschaftlich als Standard-Mandarin bezeichnet. Üblich ist es jedoch, im Alltag die Sprache einfach Mandarin zu nennen.

Die offiziellen Bezeichnungen für die chinesische Standardsprache sind in den einzelnen Ländern unerschiedlich. In der Volksrepublik China wird die Sprache als Putonghua gennan, was übersetzt soviel heißt wie "Standard-Sprache".

In Taiwan, also der Republik China, ist die offizielle Bezeichnung Guoyu, was übersetzt "Landessprache" bedeutet. In Malaysien und Singapur ist der offizielle Name der Sprache Huayu, was sinngemäß übersetzt soeviel heißt wie "chinesische Sprache".

Seinen Ursprung hat das Wort Mandarin in der portugiesischen Sprache. Es ist eine Ableitung des portugiesischen Wortes "mandarim", was soviel heißt wie "Minister" oder "Beamter". Da die Staatsbeamten des kaiserlichen Chinas der Ming- und Qing-Dynastien zumeist den nordchinesischen Dialekt der Region um Peking sprachen, ethablierte sich das Word Mandarin auch, um die Sprache der Minister und Beamten zu bezeichnen.

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