Chinesischer Abakus

Der Abakus, ein altes chinesisches Rechengerät aus Holz, wurde in China benutzt wie im Westen der Rechenschieber.

Aber auch heute noch, im Jahr 2006, wird der Abakus in China eingesetzt, und zwar durchaus auch in modernen Büros und für ernsthafte Anwendnungen. Es ist zwar selten, dass man noch Abakusse in Anwendnung findet, und die Benutzer sind zumeist ältere Mitarbeiter. Aber der Abakus erfüllt dennoch auch heute noch seine Aufgabe.

Nutzung des Abakus in China

So kann man durchaus manchmal Mitarbeiter sehen, die einerseits an einem Computer sitzen und Daten in Tabellenkalkulationen wie MS Excel® oder OpenOffice Calc eingeben, andererseits jedoch ihren hölzernen Abakus vor sich auf dem Tisch liegen haben und dort die Berechnungen machen, deren Ergebnisse dann in die Computer-Anwendung übertragen werden.

Selbst am Schalter einer Bank kann es vorkommen, dass ein Angestellter noch den Abakus einem Taschenrechner vorzieht, um schnell Geldbeträge zusammenzurechnen. Und viele Chinesen sind im Umgang mit dem Abakus tatsächlich extrem schnell, so dass ein Taschenrechner keinen Geschwindigkeitsvorteil bringen würde.

Der chinesische Abakus verschwindet

Denn noch bis vor wenigen Jahren hat jeder Chinese in der Schule den Umgang mit dem Abakus gelernt, und er war im Mathematikunterricht ein wichtiges Werkzeug. Daher sind heute noch viele Menschen in China im Umgang mit dem Abakus sehr geübt. Ähnlich wie in Deutschland noch vor ein paar Jahrzehnten viele Menschen schnell und sicher mit dem Rechenschieber umgehen konnten.

Allerdings ist abzusehen, dass den Abakus das gleiche Schicksal ereilen wird wie im Westen den Rechenschieber. Die Benutzung des Abakus im alltäglichen Leben geht immer mehr zurück — auch in den rückständigeren ländlichen Gegenden Chinas. Schon bald wird der Abakus wohl nur noch als Schmuckstück in den Regalen von Wohnungen oder als Erinnerungsstück existieren.

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